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Kommentar: # überrascht doch noch

Naja, ich finde die "Überraschungen" äußerst mäßig. CPU-Wechsel von 68K auf PowerPC auf Intel brachte jedesmal einen ordentlichen Leistungsschub. Den sehe beim Umstieg auf ARM nicht. Und auch wenn die CPUs im iPhone/iPad in Ihrer Klasse gut dastehen, weiß ich nicht ob Apple da auch was Desktoptaugliches zusammenstrickt. Bis jetzt sind die ARM Architekturen im Highend Bereich nur praktikabel, wenn man CPU Kerne dutzendweise sinnvoll beschäftigen kann, aber es läßt sich aber nun mal nicht alles schön parallelisieren.

Neue Nummer am OS: Werden wir sehen.

iOS Apps auf dem Mac: Da gibt es nix, was ich auf dem Desktop bräuchte. Es nerven jetzt schon genügend responsive Websites die wenig Inhalt auf viel Fläche verteilen, damit man mit Wurschtfingern am Smartphone drauf rumdrücken kann. Das brauch ich jetzt nicht auch noch bei normalen Programmen.

Überraschung wäre gewesen, wenn es mal wieder reparatur-/erweiterungsfreundliche Macs gäbe (bin ja kein HP Fan, aber daran könnte sich Apple mal mehr als eine Scheibe abschneiden: https://de.ifixit.com/News/30195/hp-makes-the-modern-repairable-devices-you-might-have-forgotten-existed). Früher war ein kranker Mac einfach ein angenehmer Patient: Da war man ruckzuck am Innenleben, alles war servicefreundlich so wie bei den Unix-Workstations und es hat hübsch ausgeschaut - im Gegensatz zum PC der häßlich war, wo man sich laufend die Finger aufgeschnitten oder verrenkt hat und das Elend von Kabelverhau innendrin gar nicht sehen wollte - aber das ist 20 Jahre her und der aktuelle Mac Pro zählt nicht - der ist jenseits von Gut und Böse für praktisch alle unsere Kunden.

Oder wie wär's mal mit einem aktuellen Ethernet? Vor 20 Jahren hatten die PowerMacs als Erste ein Gigabit Ethernet, auch wenn man das damals kaum ans Limit brachte. Jetzt sind 20 Jahre rum und es schaut nicht besser aus. Und meine Leute im Videoschnittbereich wären froh, wenn sie den bollernden Plattenschrank nicht neben dem Schnittplatz per Thunderbird hätten und beim Wechsel des Schnittplatzes nicht immer die Kiste rumschleppen müßten. Und per WLAN magst Du das schon überhaupt nicht machen.

Und ich würde mich überhaupt mal über ein MacBook PRO (!!!) freuen, dass den Namen auch verdient und meinen alten Knochen ablösen könnte (statt SchickiMicki Hipster Gerät). Ich habe verdammt wenig Lust mir einen neuen Mac zu kaufen und dann den ganzen Tag ein Thunderbolt Dock mit mir rumzuschleppen, nur damit ich halbwegs die Schnittstellen zur Hand habe, die ich für meine tägliche Arbeit brauche. Bei meinem alten MacBook sind die Schnittstellen auch nicht gerade üppig, aber es reicht so und ich habe MacOS, Windows und Linux in einer Kiste (was nach einem CPU-Wechsel dann wohl wieder auf zwei Notebooks rumschleppen rausläuft - damit bin ich dann auch wieder dort wo ich vor 15-20 Jahren Jahren schon war).

@Erik Pusch Da gebe ich Dir in allem Recht.
Ich hoffe halt auf ARM da es ein wenig den Markt aufmischen würde. Und was Leistungstests mit DEVKit bis jetzt gezeigt haben stehen diese nicht einmal so schlecht da.
Ich bin offen. Bei mir wird ein Mac nie einen Thinkpad ersetzen.
Im Moment tätige ich meine Arbeit zu 90% auf einem Macbook Pro und teilweise ist die Arbeit doch Recht unangenehm, weil der Workflow eher auf Hipster ausgerichtet ist. Zu viele Unixwurzeln wurden gekappt und ich musste so viel via macports nachinstallieren , es ist lächerlich. Aber zum ersten Mal mag ich ein Touchpad.

HP hasse ich abgrundtief. Bei Daimler haben mich die Maschinen das Doppelte an Zeit gekostet mit Ihrem HP-UX im Gegensatz zu den AIX Maschinen von IBM. Und die Notebooks empfinde ich als schrecklich. Entschuldigung, ich bin seit mehr als 20 Jahren ein Thinkpafschaf aus der IBM-Sekte und das überzeugt. Aber nur mit Linux ;)

Apple kann iPhone und ich glaube auch Hardware. Letzteres Konsumenten, bzw erweiteren Komsumentenbereich. Ich hoffe halt hier auf ARM, da ich auf dem Thinkpad nur Nouveau als Treiber nutze und alles spartanischer ist. Da könnte mir sehr in die Hände spielen. Und ein Thinkpad mit ARM, dass wäre was.

@Erik Pusch PS:
Ja ein echte Macbook Pro.
Es kann nicht sein, dass mein 2018 macbook Pro von einem T420s , https://thinkwiki.de/T420s, abgehängt wird.

Die Rosetta2 Emulation/Rekompilierung oder wie auch immer man das bezeichnen will, funktioniert zumindest schon besser, als das was MS für das ARM Windows 10 zusammengebastelt hat. Andererseits habe ich das auch erwartet, nachdem sie das mit der Migration 68K-PowerPC bzw. PowerPC-x86 auch ganz ok hingekriegt haben. Ansonsten schaut es beim dem Mac mini nach der Leistungsregion vom Spar MacBook Air aus - hätte ich auch aus anderen Benchmarks so erwartet.

Wg. Deiner Anmerkungen zum BSD im MacOS: Ja das ist ab Werk ähnlich sparsam wie die alten Unixe von HP, Sun, SGI und Co. Da mußte man auch erst mal einen Berg Gnu reinwerfen, damit es halbwegs komfortabel war.

Touchpads sind halt Geschmackssache. Die alten Apple Touchpads mit echter Taste haben mir aber deutlich besser gefallen, mit den neuen kann man leben, zumindest deutlich besser als das was in aktuellen HP Probooks verbaut verbaut ist.